KULTURLANDSCHAFTSROUTE – Kreuzende Wasserstrukturen

Von Nele Gellie, Stine Müller und Lara Sterneberg

Architektonische Kreuzpunkte markieren eigenartige Wasserstrukturen und laden zum Wahrnehmen ein.

Ohne die natürlichen Qualitäten der Wasserstrukturen mit
seiner Flora und Fauna zu verändern, werden Konzepte
entwickelt und behutsam kleinere Stationen entlang einer
neuen Route gesetzt. Ein Entwässerungsgraben soll als
Verbindung der Gose- und Dove-Elbe erweitert werden
und schafft somit eine kleinere, heterogene Rundroute,
die im Gegensatz zu der bestehenden großen Route steht.
Hierfür werden architektonische Elemente in der Typologie
der Holzstege an den vier markanten Schnittpunkten
platziert, um eine Alternative zu den bestehenden, meist
maroden oder nur privat nutzbaren Stegen, zu bieten.
Sie sind Rastplätze, Anlegepunkte sowie Wegweiser der
Rundroute und verbinden das Wasser mit dem Land. Nahe
des Neuengammer Durchstichs entlang der Dove-Elbe
entstehen zwei besondere architektonische Elemente,
die andere Wassererfahrungen zulassen. Um auf die teils
versteckten Kreuzungen der Gräben und Gose-Elbe hinzuweisen,
werden kleine Bojen errichtet. Final soll auf die
beiden Schöpfwerke durch einen feinen Eingriff aufmerksam
gemacht werden.

EINE NEUE KANUROUTE DURCH VIER GEWÄSSER

Bislang gibt es für Menschen die die Vier- und Marschlande
vom Wasser per Kanu entdecken wollen nur eine Rundroute.
Diese ist mit seiner Fahrdauer von circa 8 Stunden
jedoch eher etwas für erfahrene Paddler.
Durch die Verbreiterung und Verlängerung eines bestehenden
Be- und Entwässerungsgrabens entsteht eine neue
Verbindung zwischen der Gose- und der Dove-Elbe. Somit
eröffnet es dem Besucher die Möglichkeit eine neue kürzere
Route durch die vier landschaftlich heterogenen Gewässer
der mäandrierenden Dove-, sowie Gose-Elbe sowie der linearen
Gräben, die Ausruck dieser Mensch geprägten Kulturlandschaft
sind, zu erleben.

KONZEPT

Aufgrund des Mangels an öffentlichen Stegen, wo Paddler
Pausen machen und zur Ruhe kommen können, werden
entlang der Route architektonische Elemente in der für
die Vier- und Marschlande typischen Typologie eines Holzstegs
platziert. Doch sind die Kreuze nicht immer Stege,
sie tauchen auch als Bojen auf, die auf einen abgehenden
Graben hinweisen oder spiegeln sich in der Unterführung
durch den Deich zu den Becken der Schöpfwerke wider.
Die Form des Kreuzes leitet sich aus der Kreuzung der
Gewässer ab. Sie sind somit nicht nur Rastplätze, sondern
auch Indikator und Wegweiser.

WEGWEISENDE KREUZPUNKTE

Besonders prägnant sind die vier Wegweisenden Kreuzpunkte.
Sie liegen an den Orten, an denen sich die linearen
mit den mäandrierenden Gewässern kreuzen und somit
eine wichtige Funktion als Richtungsweiser und Informationsträger
einnehmen. Zeitgleich dienen sie auch als Rastplatz.
Einige von ihnen sind aufgrund ihrer Lage nur vom
Wasser aus erreichbar, andere wiederum vom Wasser sowie
Land.

KREUZPUNKTE PLUS

Eine weitere Typologie der Schnittpunkte stellen die Kreuzpunkte
Plus dar. Sie sind exklusiv von Land oder Wasser
erreichbar und lassen die Umgebung in besonderer Weise
erlebbar machen. Das eine integriert ein Schwimmbecken
mit Flächen zum Erholen und Verweilen der Paddler. Das
andere wiederum vermittelt das Gefühl in einem Kanu zu
sitzen, ohne eine Tour machen zu müssen.

HINWEISENDE KREUZPUNKTE

Um auf die zum Teil schwer zu entdeckenden Kreuzpunkte
der linearen Entwässerungsgräben zur Gose-Elbe hinzudeuten,
schwimmen kleine Bojen in ihren Achsen. Sie sind jedoch
mehr als nur ein Hinweis auf die Eigenart der Vier- und
Marschlande. Ihre Flächen werden ebenso als Lebensraum
für P anzen und Tiere genutzt, so können beispielsweise
Blässhühner ein Nest auf ihnen einrichten oder Pflanzen.

ARCHITEKTONISCHE KREUZPUNKTE

Die Architektonischen Kreuzpunkte sind ebenso ein elementarer
Bestandteil der Wassersysteme der Vier- und Marschlande
und bieten weitere interessante Orte der Route
dar. Ähnlich wie die Entwässerungsgräben, sind sie auch
etwas versteckt. Der, in der gleichen Formensprache eines
Kreuzes gestaltete, Eingang weist auf das hinter dem Deich
liegende Schöpfwerk.

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