KULTURLANDSCHAFTSROUTE – Vierfalt und Marschbar

Von Katrina Westphal und Ing-Kerrin Ziegler

Vier- und Marschlande – Zwischen Stillstand und Fortschritt

Informieren

Was wächst hier? Welches Gemüse hat gerade Saison? Welches Gemüse wird draußen angebaut und welches im Gewächshaus? Wo kommen die Lebensmittel her? Viele können Fragen rund um den Anbau von Lebensmitteln oder Zierpflanzen nicht beantworten. An diesem Punkt setzen wir an. Wichtig ist hierbei die Stärkung der regionalen und saisonalen Lebensmittelproduktion. Jedoch geht die Anzahl der Gartenbaubetriebe in den Vier- und Marschlanden immer weiter zurück und der Leerstand der gläsernen Gewächshäuser steigt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, könnten die Gewächshäuser umgenutzt werden und bspw. Mietparzellen eingerichtet werden. Ein Aussaatkalender und Pflanzensteckbriefe veranschaulichen den regionalen Anbau. Abseits vom Gärtnern gibt es auch viele andere Möglichkeiten um Gewächshäusern neues Leben einzuhauchen. Um eine Idee davon zu bekommen, wie Gewächshäuser umgenutzt werden können haben wir verschiedene Gewächshaustypologien analysiert.

Gewächshaustypologien

Konzeptionieren

Welches Konzept kann sich aus unseren vorangegangenen Analysen entwickeln? Gibt es bereits Konzepte in den Vier- und Marschlanden, die aufgegriffen werden und/ oder ausgebaut werden können? Durch welche Mittel können die Konzepte umgesetzt werden?

Entwerfen

Blick ins Feld

Leuchtende Blumentöpfe, weite Felder, der Nebel über der Goseelbe aus einem Fenster. Temporäre Mal-Module bieten die Möglichkeit die Schönheit der Vier- und Marschlande zu porträtieren und ihre Facetten bei jeder Wetterlage zu entdecken. Pinsel, Farben, alles was das Künstlerherz begehrt lassen sich im Modul verstauen.

Bank Typ c

Ob Ausblicke auf Felder und Weiden oder Deichstraßen und traditionelle Reetdacharchitektur, um beide Landschaftsbilder der Vier- und Marschlande zu entdecken, bieten die Bank-Module die Qual der Wahl. Nach einer anstregenden aber sonnigen Radttour oder einer rasanten Motorradtour lässt sich der Komfort eines kleinen Ruheorts am Wegesrand besonders genießen.

Verkaufsstand Gemüse

Auf dem Weg vom langen Feldalltag in den Feierabend, liegt ein Hauch von Lavendel und frischen Erdbeeren in der Luft. Ein kurzer Stopp an den Verkaufsständen entlang der Straßen für ein schnellen Einkauf von regionalem Obst und Gemüse aus den Vier- und Marschlanden, lässt den stressigen Tag auf dem Trecker ein wenig in Vergessenheit geraten. Auch für die Gartenarbeit am Wochenende gibt es weiße und blaue Hortensien in tollen Tonkübeln.

Verkaufsstand Schattenpflanzen: Hornveilchen

Implementieren

Der Start in die neue Woche beginnt für Evelyn mit einer Yogastunde und das mit dem herrlichen Ausblick auf das angrenzende Rhabarberfeld. Bevor es zur Arbeit geht werden noch frische Tomaten aus dem Hofladen für das Mittagessen mitgenommen.

Am Nachmittag wird es trubeliger. Die Vierländer Trachtengruppe ist angekommen und dreht in dem großen Seminar- und Veranstaltungsraum ihre Kreise. Nach dem auch der letzte Schritt sitzt, wird noch ein erfrischender, hausgemachter Eistee im Café getrunken.

Der nächste Tag wird für die 30 Schüler aus Barmbek ein ganz besonderer. Ihr Ausflug führt zum Projekt “Meine erste Tomate”. Dafür geht es zuerst in den Seminarbereich der Vier- und Marschhalle. Dass der Rhabarber nur bis zum Johannistag, 24. Juni, geerntet werden darf, da er sonst Gifte entwickelt, dass Artischocken im zweiten Jahr nach der Anpflanzung zweimal geerntet werden können und vieles mehr werden sie an dem Tag erfahren. Danach auf der Schulungsparzelle im benachbarten Gewächshaus darf jeder mal an die Schaufel.

Abends ist auch die Mutter von Tobias in der Vier- und Marschhalle. Was für ein Zufall. Zum vierzigsten Geburtstag hat sie von ihren Freundinnen “Vierfalt- und Marktkochen – regional und saisonal” geschenkt bekommen. Glücklich nimmt sie am Tresen zur Showküche Platz mit der Hoffnung Vierländer Frische in ihre Küche zu bekommen.

Am Mittwoch haben die „Landfrauen Hamburg“ Vereinssitzung und freuen sich noch einen Platz in dem überbuchten Seminarbereich bekommen zu haben.

An Wochenenden ist das Bild dann wie verwandelt. Eine Truppe Studenten der HFBK treffen gerade in dem Hofcafé ein, als sie ihren Kommilitonen bei einem Date erwischen. „Gute Idee für ein Rendezvous. das ist ja echt ein Geheimtipp. Voll das Incafé”, fällt Tim sofort spontan ein. “Ja und man verbringt den ganzen Tag zusammen, bei einem Ausflug hier hin”, erwidert Céline. Die Restlichen sind schon weiter und stöbern durch die zahlreichen Stände. “Das ist ja Wahnsinn, so frisches Gemüse gibt es bei meinem Rewe gar nicht”, ruft der noch recht naive Lukas aus.

Rechts hinten am anderen Ende der Halle steht neben knackigen Tomaten, ein Stand mit beeidruckenden Intarsien- Kunstwerken. So hat die frisch gebackene Oma auch das richtige Geschenk für ihre Tochter gefunden.

All diese Szenen könnten sich in unterschiedlichen Gewächshäusern abspielen. Die VIERFALT und MARSCHBAR Module kön- nen temporär oder auch dauerhaft im- plementiert werden und so unterschiedlichste Nutzungen ermöglichen. Dabei besteht die Möglichkeit Module nach und nach hinzuzufügen oder für Veranstaltungen, wie den Markttag umzubauen.

Vier- und Marschhalle

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