EIGENARTIGE ORTE – Portrait eigenartiger Wasserstrukturen der Vier- und Marschlande

Von Nele Gellie, Stine Müller und Lara Sterneberg

Ein Netz aus linearen Entwässerungsgräben trifft auf die mäandrierenden Ströme der Dove- & Gose-Elbe

Die Kulturlandschaft der Vier- und Marschlande ist geprägt von einem komplexen Be- und Entwässerungssystem.
Ein Netz aus linearen Entwässerungsgräben durchkreuzt die Landschaft und trifft auf
die mäandrierenden Flussströme der Gose- und Dove-Elbe. Schöpfwerke, Schleusen und Brücken
vermitteln und halten das System am Laufen. Der Landschaftsraum entlang der Gose-Elbe variiert
zwischen Schilf gesäumten lichten Ufern, weiten Wiesen, privaten Grundstücken und baumbegrenzten
Schattenorten. Begibt man sich in einen der schmalen Entwässerungsgräben wird man beengt
vonSchilfwänden und hohen Gräsern mit nichts als dem weiten Himmel über einem und dem Graben
vor sich, der sich bis weit in die Ferne erstreckt. Eine ähnliche Kontrasterfahrung kann man erleben,
wenn man sich unter den Deich von Beton umgrenzt hindurch in das Vorbecken eines Schöpfwerkes
begibt. Dieser Kontrast und die Schnittstellen zwischen den gegensätzlichen Wasserstrukturen, der
dazu gehörigen anthropogenen Bauwerke und die landschaftlichen Bilder, die sie erzeugen, sollen
per Kanu erfahrbar gemacht werden.

Portrait der Wasserstrukturen

KARTIERUNG: STATUS QUO / Anlegestellen + Entwässerungsanlagen

Die mäandrierenden Flüsse der Elbe – Dove und Gose Elbe, sind durch eine Vielzahl von charakteristischen Punkten umgeben und durchkreuzt. Unterschieden in Orte, an denen man sich ein Boot oder Kanu leihen kann oder wenigen freien Anlegestellen, um die Vier- und Marschlande aus einer weiteren Perspektive zu erkunden, sowie Be- und Entwässerungsanlagen, die die systematische Regulierung des Wasserstandes gewährleisten.

SCHÖPFWERK / Be- und Entwässerung

AUF DER SUCHE NACH EIGENARTIGEN ORTEN

Es ist still, das einzige Geräusch ist das sanfte plätschern auf der Wasseroberfläche des Flusses, durch die Bewegung des Kanus. Die Sonne schimmert auf der stillen und sonst so dunklen Wasseroberfläche. Wie in einem Gemälde von Monet gleitet das Kanu vorsichtig durch ein Meer aus Seerosen und trifft auf diverse kleine oder große Flussbewohner.Immer wieder lassen sich kleine Abzweigungen des Gewässers erkennen, die im Kontrast zu der Weite des Flussbeckens stehen und das Kanu in eine andere, intimere Welt einladen. Eine Welt in der die Natur einen fast zu umarmen scheint.Insgesamt fühlt es sich so an als würde die Zeit kurz still stehen, oder zumindest, als würde alles langsamer, ruhiger werden. Der Schilf weht sanft entlang des Kanus. Und auch wenn die Zeit nicht still steht, so möchte man einmal tief einatmen und kurz den Moment, den Ort, den Einklang und die Ruhe, festhalten.Der Mensch ist hier erkennbar nicht länger das Zentrum, sondern ein einfacher Bestandteil etwas Größeren, der Natur, des Universums.

ROUTE KANU / Schnittstellen + Schöpfwerke + Wassergräben + Gose-Elbe

ROUTE KANU / Organische + lineare Strukturen

ATMOSPHÄREN DER SCHNITTSTELLEN H V, J X, L IX

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s