EIGENARTIGE ORTE – Die Brücke der Zwei Welten – zwischen Stadt und Land

Von Lisa Frank und Anika Henning

Die Brücke, die eine Verbindung zwischen zwei konträren Siedlungsstrukturen schafft.

Bei einer Tour durch die Vier- und Marschlande kann man nicht nur die typischen dörflichen Strukturen und die traditionelle Landwirtschaft entdecken, sondern auch das städtische “Neubaugebiet” Neuallermöhe-West, welches einen Bruch in der Kulturlandschaft darstellt. Auf der folgenden Erlebnisroute können die verschiedenen Atmosphären Zweier Welten – Allermöhe und Neuallermöhe-West, die durch die Autobahn getrennt werden – wahrgenommen werden.

Der Ort zwischen Stadt und Land als Bindeglied

Die Brücke über die A25, die die Zwei Welten voneinander trennt, dient als Bindeglied zwischen diesen Räumen. Kurz hinter der Brücke befindet sich ein besonderer Ort, eine Übergangszone zwischen “Stadt” (Neuallermöhe-West) und “Land” (Allermöhe). An diesem Ort der Entdeckung werden die Eigenarten beider Welten aufgrund ihrer Verschiedenheit und ihrer unmittelbaren Nähe zueinander sichtbar. Welche Kontraste und Ähnlichkeiten lassen sich auf den ersten Blick finden?

Blick in Richtung Süden der Autobahnbahnbrücke in Allermöhe

Weiter Blick über die Felder mit vereinzelter Bebauung

Unterwegs in Allermöhe

Blick in Richtung Norden der Autobahnbrücke in Neuallermöhe-West

Blick in die übergehende Stadtlandschaft

Unterwegs in Neuallermöhe-West

Zwei Welten getrennt durch die Autobahn – Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Beim Überqueren der Brücke und dem Eintreten in den Übergang zwischen Stadt und Land werden einem Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten der Zwei entdeckten Welten in den drei Themenbereichen Gewässer, Bebauung und Grünraum bewusst.

Entstehung der Zwei Welten

Das alte Bauerndorf Allermöhe mit seinen charakterisierenden Reetdach- und Fachwerkhäusern wurde bereits im 12. Jahrhundert erstmals besiedelt. Die Häuser erstrecken sich entlang der Deichlinie, da sich der Marschboden nur dort zum Bauen von Häusern eignet. Die fruchtbaren Ackerflächen hinter der Bebauung werden landwirtschaftlich genutzt. Hier ist aufgrund des hohen Grundwasserspiegels ein komplexes Be- und Entwässerungssystem aus Gräben entstanden. Die ehemalige Eisenbahnstrecke von Hamburg-Bergedorf nach Berlin wurde in den 1960er Jahren durch die S-Bahnlinie Hamburg–Bergedorf–Aumühle ersetzt. Die Erschließung des Gebietes wurde durch den Bau der Autobahn A25 in den 1980er Jahren fortgesetzt. Diese stellt heutzutage nicht nur die Grenze der zwei Stadtteile, sondern auch eine physische Barriere dar. Durch Sand-, Klei- und Kiesgewinne bei dem Bau der Autobahn, des Hauptdeiches sowie der Geländeaufhöhung von Neuallermöhe sind in diesem Zeitraum mehrere neue Seen im Gebiet entstanden. Zur Deckung des Wohnungsbedarfes in Hamburg entstand ab 1982 das Stadtentwicklungsgebiet Neuallermöhe-Ost, Neuallermöhe-West schloss sich dem ab 1992 mit circa 5.700 Wohneinheiten an. Damit ging ein starker Rückgang der landwirtschaftlichen Flächen im Gebiet einher. Das Neubaugebiet wird mit linearen Fleeten durchzogen, die die Struktur der Bewässerungsgräben sowie ehemaligen Grundstücksparzellen aufnehmen.

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