EIGENARTIGE ORTE – Die Terra Incognita der Vier- und Marschlande

Von Franziska Huber, Finn Busch und Christopher Scherkl

Das Herz der Vier- und Marschlande

Ziel ist es in die Terra Incognita der Vier- und Marschlande vorzudringen

Die gewählte Route geht vom Ziel aus, die Vier- und Marschlande nicht von der Straße oder anderen befestigten Wegen aus zu erkunden, sondern aus der Perspektive des Feldes. Daher wurde das Ziel entwickelt, eine oder mehrere der zahlreichen, weitläufigen „Schollen” zwischen den Straßen und Flussläufen zu durchqueren und hierbei sozusagen ins Herz der Vier- und Marschlande vorzustoßen und neue Wege zu beschreiten. Die Schollen werden als Terra Incognita oder Toter Winkel der Vier- und Marschlande betrachtet; die hier aufzufindenden Orte und Strukturen machen die Kulturlandschaft wesentlich aus, sind aber doch kaum präsent, weil sie nur schwer zu erreichen sind. Die Strukturen, die sonst nur von der Straße betrachtet werden, zeigen hier ihre Rückseite, die charakteristischen Feldstrukturen werden direkt durchwandert.

Bei der Durchquerung einer Scholle bilden Struktur und Wildnis eine Mischung, die zum prägenden Element der Wahrnehmung wird.

Strukturierte Natur

Die Schollen als Terra Incognita der Vier- und Marschlande unterliegen einer klaren Struktur, die das Grundgerüst der Landschaft bildet.

Wilde Natur

Die natürliche Entwicklung sucht sich ihren Platz auf dem Grundgerüst der Struktur und durchbricht in Teilen den strukturierten Charakter der Landschaft.

Regulierte Natur

Elemente wie Hochstände oder Schleusen versuchen, die Balance zwischen Kultivierung und natürlicher Entwicklung aufrecht zu erhalten.

Resümee

Die Schollen als Terra Incognita der Vier- und Marschlande sind eine Art „strukturierte Wildnis”, in der sowohl Elemente der natürlichen Entwicklung als auch der landwirtschaftlichen Nutzung und Regulation sehr präsent sind.

Die Schollen bestehen aus drei Schichten: der „strukturierten Natur” als Grundlage, der „wilden Natur” und der „regulierten Natur”.

Die Schollen sind dabei eine Art „strukturierte Wildnis”. Es gibt dynamische natürliche Prozesse. Bei der Durchquerung der Schollen scheint die Zivilisation verhältnismäßig fern. Und doch unterliegt die Landschaft einer klaren, reißbrettartigen Struktur, die durch verschiedene Nutzungsformen und Regulationsinstrumente erhalten wird. Mit seinen großen landwirtschaftlichen Flächen entsteht der Eindruck des Maschinenraums der Vier- und Marschlande, hier wird produziert und angetrieben. Außerdem ist das Verhältnis zwischen der „wilden Natur” und der Regulation der Landschaft auf dem Weg sehr präsent. Hier gibt es sowohl eine Konkurrenz als auch symbiotische Elemente.

Die Trinität aus strukturierter, wilder und regulierter Natur erzeugt unterschiedliche Bewirtschaftungsformen.

Das Zusammenspiel von strukturierter, wilder und regulierter Natur führt sowohl zu einer Konkurrenz als auch zu einer Symbiose zwischen natürlicher Entwicklung und kultureller Bewirtschaftung. Dabei wird diese Beziehung von übergreifenden Entwicklungen beeinflusst.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s