RAUMBILDER – Die Erfassung einer Kulturlandschaft

Von Anne Pleuser

Ein Kontrastspiel geschwungener und kantenreicher Elemente. Ein verhängnisvoller Trugschluss?

Die Vier- und Marschlande sind wie ein Barcode schnell zu erfassen. Weite, mäandernde Flüsse und begrenzte, geradlinige Flure prägen die Kontraste des Landschaftsbildes. Ein zweiter Blick genügt jedoch, um die sich windenden Deichstraßen zu erkennen wie sie sich – ob links, rechts oder beidseitig – an den Verlauf der Flüsse anschmiegen. Als Imitat der Natur, eine Fälschung sozusagen, schaffen sie Begrenzungen ab und dienen doch gleichzeitig als (natürliche) Barriere. Eine Differenzierung in scheinbar natürliche und anthropogen geprägte Formen wirkt daher zwecklos. Übergänge werden dabei unscharf, Unterscheidungen konturlos. Diese Landschaft besticht schlussendlich doch durch ihren grenzenlosen Charakter.

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